✝️ Yvonne Polzin, 31 Jahre – 9. September 2001, Strietfeld, Mecklenburg-Vorpommern 🇩🇪💔
Die Täter waren ein 29-jähriger Kaufmann aus Bremen, Till-Hauke Heldt und Tim Schüler.
1998 lernte Heldt Yvonne kennen, eine „psychisch labile junge Frau“. Sie verliebte sich in ihn, wurde, um ihm zu gefallen, prostituiert und bot als einzige in Heldts Bordell in der Waller Heerstraße Analverkehr an. „Sie hat fantastisch gearbeitet, weil sie in mich verliebt war“, sagte Heldt. Er war fasziniert von der „totalen Unterordnung bis zur Selbstaufgabe“ und behandelte sie „wie Dreck“. Heldt habe Yvonne mit Schüler geteilt: „Ich war für sie der Papst, Schüler war für sie der liebe Gott“. Schüler, der laut Heldt die ursprüngliche Idee mit dem Bordell gehabt haben soll, räumte nach erstem Zögern vor Gericht Milieukontakte ein.
Anfang September 2001 lud er einen von einem befreundeten Handwerker eigens für ihn angefertigten Ofen in einen Kleintransporter und fuhr Richtung Osten. Auf dem Beifahrersitz: Yvonne Polzin. Ein romatisches Wochenende hatte er ihr versprochen, gleich zwei abgelegene Ferienhäuser in Mecklenburg dafür angemietet. Dort angekommen, wuchtete Heldt sein Krematorium aus dem Lieferwagen, hebelte es auf das Gestell, schloss Abgasrohr und Brenner an. Aber das Monstrum funktionierte nicht. In hektischen Telefonaten mit dem Klempner versuchte Heldt, die Störung zu lokalisieren. Es fehlte eine Düse, die er erst am nächsten Tag bei einem örtlichen Installateur kaufen konnte. Heldt wuchtete den Ofen ins Auto zurück und ging ins Schlafzimmer. Dort wartete Yvonne. Auf seinem Bett hatte sie aus Süßigkeiten ein Herz geformt. In des Herzens Mitte lag ein Zettel mit der Aufschrift „Ich liebe Dich“. Der Geliebte schlief vor Erschöpfung ein.
Gemeinsam bauten die beiden am nächsten Tag den Ofen zusammen und zündeten ihn. Nach zwei Minuten versagte der Brenner den Dienst. Heldt rief einenKlempner an. Der empfahl, wegen der Sauerstoffzufuhr die Tür offen zu lassen. Das half. Heldt ging ins Haus und tötete Yvonne
Heldt erhielt lebenslänglich, Schüler einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt.

(Foto: Till-Hauke Heldt)