✝️ Luca V., 25 Jahre, Ungarin – 25. November 2021, Starnberg, Bayern 🇩🇪💔

Luca stammte aus Budapest. 

Sie hatte teils auffällige Tätowierungen, beispielhaft der tätowierte Schriftzug „I see my mama smile that´s blessing“ am rechten Unterarm sowie der Schriftzug „Rebelle“ auf dem Bauch.

Luca hielt sich in den letzten Monaten vor ihrem Tod überwiegend in Berlin auf. Sie inserierte europaweit auf Escort-Portalen unter den Pseudonymen „Maya“ und „Alina“. Insbesondere zwischen August 2021 und November 2021 wohnte sie bis auf wenige Unterbrechungen in verschiedenen Berliner Hotels und ging dort der Prostitution nach.

Zu Prozessbeginn schildert Philip O. (26 Jahre, Nigerianer), dass er Gewalt in seiner Kindheit in Ungarn erlebt hätte und seit Luca V.s Tod unter starkem Alkoholkonsum leide. Obwohl er in der Vergangenheit selbst Geld ausgegeben haben soll, um mit Prostituierten Sex zu haben, verurteilt er die Tätigkeit seiner Verlobten. Immer wieder soll er sich mit der Mutter seiner Kinder gestritten haben. Er wollte, dass sie nicht mehr als Prostituierte tätig ist und stattdessen zu ihm und den beiden gemeinsamen Kindern nach Budapest zurückkehrt. Er behauptet außerdem, dass er lange nicht gewusst hätte, wie seine Verlobte in Europa Geld verdiente.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Streit um die Tätigkeit seiner Verlobten auch der Grund dafür gewesen sein, dass O. sie im November 2021 in München getötet haben soll. Er reiste erst zu ihr nach Deutschland, dann soll es erneut zu einem Streitigkeiten zwischen dem Paar gekommen sein. Philip O. wird wegen Totschlages angeklagt, weil er Luca in ihrem Hotelzimmer getreten und zu Tode gewürgt haben soll. Anschließend soll er sie am Starnberger See mit Benzin übergossen, dann angezündet und in der Erde verbuddelt haben. 

Die Leiche des halb skelettierten Leichnams wurde von zwei Spaziergängern gefunden. Die Leiche lag nicht im dichten Unterholz und befand sich nur 35 Meter abseits des Weges, auf dem 130 Meter weiter Fahrzeuge wenden könnten. 

Die Fahnder sind sich nach der Auswertung der Spuren jedoch sicher, dass Luca nicht in dem Wald ermordet wurde. Es wird vermutet, dass die Leiche mehrere Wochen oder Monate dort lag.

Durch intensive Ermittlungsarbeit der EG Kapellenweg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen einen 26-jährigen nigerianischen Staatsangehörigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II erließ das Amtsgericht München am 14.03.2022 Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen. Gemeinsam mit Beamten der ungarischen nationalen Zielfahndung gelang es, den Mann zu lokalisieren und in Budapest festzunehmen.

Das Landgericht in München verurteilte O. im April 2024 wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft.

Von Redaktion

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