✝️ Jolanta L., 40 Jahre, Polin – 14. November 2007, Wiesbaden, Hessen 🇩🇪💔

Jolanta war Mutter von zwei Kindern.

Eine Nachbarin hörte gegen 22:30 Uhr Hilfeschreie aus der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, die schon lange als Terminwohnung bekannt war. Seit zwei Monaten war Jolanta hier tätig. Unter der Adresse war sie nicht gemeldet. Zuvor soll Jolanta in einer anderen Wiesbadener Wohnung tätig gewesen sein. Bekannt ist auch, dass sie 2006 unter anderem in Augsburg tätig gewesen war.

Jolanta war bekleidet, sie lag auf dem Boden. Sie hatte eine Rippenfraktur, Leberriss, Schürfwunden im Gesicht: Blut lief ihr aus dem Mund, als der Täter Piotr G. von ihr abliess. Sie hatte in Todesangst laut um Hilfe gerufen. Der Täter drehte sie vor seiner Flucht auf dem Bauch, wohl damit sie nicht erstickt an ihrem Blut.

Als die Streife eintrat kämpfte Jolanta noch mit dem Leben. Ihre Verletzungen waren jedoch so schwer, dass sie später im Krankenhaus verstarb.

Noch während die Beamten in der kleinen Wohnung im ersten Stock standen, hörten sie ein Geräusch von draußen, von unterhalb des Fensters. Es hörte sich an wie ein Schlag. Einer der Beamten schaute aus dem Fenster und beobachtete, wie ein Mann das Ziergitter des Kellerfensters nach außen gedrückt hate und durch das Fenster flüchtete. Die Beamten reagierten sofort, rannten runter. Doch in der Dunkelheit und bei dem Vorsprung des Verdächtigen hatten sie bei ihrer Verfolgung keine Chance.
Der Mann verschwand in der Nacht. Gesehen wurde, dass er in Richtung Emser Straße lief

Als Täter konnte Piotr G. ermittelt werden. G. war gelernter Frisör.
Sein Hobby war der Kampfsport. Er arbeitete als „Mann fürs Grobe“ für einen polnischen Zuhälter. Zweimal wurde er bereits wegen Autodiebstahls verurteilt.Polnische Prostituierte hatte er bedrängt, ihnen „Schutz“ geboten. Dafür mussten die Frauen die Hälfte des Freierlohns abtreten: bis zu 500 Euro am Tag.

Sämtliche polnischen Prostituierten sollten „in Schutz“ genommen werden, und jene, die darauf verzichteten, sollten 10 000 Euro zahlen.

Jolanta habe früher schon einmal für den Zuhälter gearbeitet, sagt der Angeklagte vor Gericht.
Sie habe aus dieser Zeit Schulden gehabt, die Piotr G. zusammen mit seinem Komplizen eintreiben wollte: Es sei um einen Betrag zwischen 2000 und 3000 Euro gegangen.

Von Redaktion

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