✝️ Malina N. 31 Jahre, Bulgarin – 8. November 2022, Leipzig, Sachsen 🇩🇪💔
(Der Name wurde womöglich von den Medien geändert)
„Der Mann hatte über booking.com ein Einzelzimmer gemietet“, berichtete Marco Fahmy der Zeitung TAG24. Seit 20 Jahren betreibt der Ägypter das kleine Hotel „Adler“ am Auslauf der Eisenbahnstraße. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte er geschockt. Am Dienstag sei der Gast samt Zimmerschlüssel verschwunden. Als das Housekeeping das Zimmer öffnete, habe dort plötzlich eine tote Frau gelegen, erzählte Fahmy. „Die hatten wir zuvor noch nie gesehen.“
Recherchen im Rotlichtmilieu führten zu Hinweisen, wonach das „Adler“ wohl öfter als Stundenhotel für Prostitution genutzt werde. Fahmy wies dies auf Nachfrage strikt zurück.
Der 42 Jahre alte Täter Danny M. hatte eine Obsession mit Malina entwickelt, er nannte es „Liebe“. Er tötete sie aus Wut darüber, dass sie seine „Liebe“ nicht erwiderte, mit mehreren Messerstichen. Laut Staatsanwaltschaft aus reiner Wut darüber, dass Malina keine Beziehung zu ihm eingehen wollte.
Noch kurz vor der Tat soll der Sachsen-Anhaltiner Malina 2.000 bis 3.000 Euro für ein Treffen in Leipzig in Aussicht gestellt haben. Immer wieder habe er mit Suizid gedroht, weil er ohne Malina nicht leben könne, zugleich soll er extrem misstrauisch gewesen sein, sie mit verschiedenen Handys kontrolliert haben, indem er sich etwa als Freier ausgab.
Der forensische Psychiater Dr. Matthias Lammel entwarf folgendes Bild auf Basis der Gespräche:
Er sei ein Mann, der zu Hause die Rolle des braven Sohnes einnahm, aber beim Verfolgen seiner Ziele durchaus ein krankhaftes Überwachungsverhalten entwickeln konnte. Dabei sei er wortkarg, habe wenig Selbstvertrauen, sei ohne Durchsetzungskraft und außerhalb seines familiären Umfelds nie irgendwo richtig angekommen. Mehrere Lehren brach M. ab, wechselte jahrelang zwischen Phasen der Arbeitslosigkeit und ungelernten Aushilfsjobs.
Ähnlich unstet verlief seine Lebensweise Mal hatte er eine Wohnung, dann war er wieder obdachlos, mietete sich in Hotels und Pensionen ein oder bezog das alte Kinderzimmer bei seinen Eltern. Auch der Aufbau einer stabilen Partnerschaft gelang ihm nie. M. sei in sexueller Hinsicht eher Theoretiker. Auf seinem Handy wurde von Ermittlern reichlich pornografisches Material sichergestellt, an seinem letzten Wohnsitz Damenunterwäsche. M., so der Gutachter, habe transvestitische Neigungen, ohne dass dies einen erkennbaren Bezug zur vorgeworfenen Tat aufweise.
im Juni 1998 war M. als Teenager wegen versuchter Vergewaltigung zu einer Jugendstrafe verurteilt worden war.
M. wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.