📍 Petruța*, 33 Jahre, Rumänin – 14. Juni 2015, Köln, Nordrhein-Westfalen 🇩🇪😢
Der Freier verlangte nach dem Oral-Verkehr eine Sex-Stellung von hinten, die er nutzte um Petruța* zu würgen. Mit letzter Kraft konnte sie den Hörer des Telefons abheben, das auf dem Tisch neben dem Bett stand. Dadurch wurde beim Pförtner des Kölner Pascha ein Alarm ausgelöst. Sicherheitskräfte kamen ihr zur Hilfe und hielten den Täter mit Tritten und Schlägen zu Boden von ihr ab. Sie überlebte nur mit viel Glück.
Bei der Vernehmung war der 39 Jahre alte Täter nur von dem Gedanken beherrscht, dass sein gerade bestellter Neuwagen doch bitte abbestellt werden solle, weil er ohnehin finanziell stark angeschlagen sei. Geldprobleme hatte er dann auch als Motiv für den Mordversuch angegeben. Trotz eines Nettoeinkommens von 2100 Euro als Schweißer kam er nicht über die Runden, weil er sein Geld in Spielkasinos verspielte und sein Dispositionskredit bis zum Anschlag ausgereizt war. Er hat über 50.000 Euro Schulden.
Eine erfahrene Rechtsmedizinerin sagte vor Gericht aus, in ihrem Berufsleben derartige Verletzungen „nur an Menschen gesehen zu haben, die den Würgeangriff nicht überlebten“.
Im Zeugenstand sagte Petruța* aus, drei Monate nicht in der Prostitution tätig gewesen zu sein. Sie leide unter Angstzuständen. Deshalb wechselte sie vom Laufhaus in den Club um die Freier erstmal kennenzulernen. Sie brach vor Gericht in Tränen aus: „Ich dachte, jetzt bin ich verloren”, erinnerte sie sich an den Tag, an dem sie fast gestorben wäre.
Der Täter wurde zu zehn Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.